Erschienen: „Propaganda und Prävention. Forschungsergebnisse, didaktische Ansätze…“

Das Internet gilt als Nährboden für Radikalisierung und Extremismus. Propaganda aus dem Netz zu löschen, erscheint nicht möglich. Das Buch „Propaganda und Prävention“ bietet Lehrer*innen, Eltern und Personen in der Bildungsarbeit Hilfestellung, um Jugendliche im Umgang mit extremistischen Online-Botschaften zu schulen, um sie so vor den Folgen zu schützen. Für das Buch arbeiteten u.a. Wissenschaftler*innen, Vertreter*innen des Bundeskriminalamts, der Bundeszentrale für politische Bildung, ufuq.de und jugendschutz.net zusammen.

41Ns3To+3CLRassistische Rap-Videos, islamistische Instagram-Memes oder antisemitische Computerspiele – antidemokratische Akteur*innen wissen, wie sie ihre Zielgruppen erreichen. Im digitalen Raum müssen User*innen nicht lange nach Hate Speech und extremistischer Propaganda suchen. Oft stoßen Jugendliche auch unabsichtlich auf extremistische Inhalte. Solche Angebote vollständig aus dem Netz zu entfernen, ist kaum möglich. Jugendliche müssen daher in der Lage sein, Manipulationsversuche im Internet erkennen, reflektieren und einordnen zu können. Das Buch liefert konkrete Präventionsansätze für Lehrer*innen, Eltern und Personen in der Jugendarbeit.

Anknüpfend an Ergebnisse medienpsychologischer und erziehungswissenschaftlicher Forschung sowie aktuellen Erkenntnissen der Radikalisierungsprävention wurden innovative Materialien und Methoden für den Schulunterricht entwickelt und evaluiert. Diese eröffnen Pädagog*innen konkrete Handlungsmöglichkeiten, um Jugendliche auf radikale Online-Botschaften aufmerksam zu machen und ihnen einen selbstsichereren Umgang zu vermitteln. Der Sammelband „Propaganda und Prävention“ ist aus dem EU-geförderten Forschungsprojekt CONTRA (Countering Propaganda by Narration Towards Anti-Radical Awareness) hervorgegangen.

Herausgeber*innen des Buches

  • Josephine B. Schmitt, Center for Advanced Internet Studies (CAIS) GmbH, Bochum
  • Julian Ernst, Arbeitsbereich Interkulturelle Bildungsforschung des Departments Erziehungs- und Sozialwissenschaften der Universität zu Köln
  • Dr. Diana Rieger, Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians-Universität in München
  • Dr. Hans-Joachim Roth, Arbeitsbereich Interkulturelle Bildungsforschung des Departments Erziehungs- und Sozialwissenschaften der Universität zu Köln

Weitere Informationen zum Buch gibt es bei Springer VS.

Die Unterrichtsmaterialien zum Buch können hier heruntergeladen werden.

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